kopf

letzte Aktualisierung:
03.02.2019

Web Design

Überlegungen vor dem Kauf

Vor der Anschaffung eines Hundes sollten Sie sich mit dem wichtigsten Grundwissen bezüglich Biologie, Physiologie und die artgerechten Ansprüche des Hundes vertraut machen. Dazu zählen auch Kenntnisse über Wesen und Körpersprache, Gesundheit, Pflege, Welpenaufzucht, zwanglose Erziehung und Ausbildung sowie artgerechte Haltung und Ernährung.

Lassen Sie sich bei der Auswahl der geeigneten Rasse von einem Fachmann beraten. Hundebesitzer und Züchter sind zumeist von der eigenen Rasse am meisten begeistert. Das heißt aber noch lange nicht, das diese Rasse auch zu Ihnen und Ihren Lebensumständen passt.

Entscheiden Sie sich nicht nur nach dem Äußeren einer Rasse. Letztendlich ist es das spezielle Wesen und die rassetypischen Eigenschaften, mit denen Sie zu recht kommen müssen. Jeder Hund stellt rassebezogene Ansprüche an seinen Halter - stellen Sie sich die Frage, ob Sie diesen Ansprüchen gerecht werden können und seien Sie dabei ganz ehrlich zu sich selbst. Die Antworten, die Sie finden, entscheiden mit darüber, wie glücklich das zukünftige Zusammenleben mit dem Hund sein wird.

Bedenken Sie, dass Sie 12 - 15 Jahre mit diesem von Ihnen gewählten Hund leben werden. Das kann bei falscher Auswahl eine sehr lange Zeit mit dauernder Problembelastung sein. Viele Hundekäufer setzen sich über diese Überlegungen hinweg, so dass oftmals mehr oder weniger große Probleme entstehen, ganz einfach deshalb weil die "Passung" nicht stimmt. Die Tierheime sind voll von Hunden, die unter anderem Opfer solch fehlender Überlegungen vor dem Kauf sind.

  Deshalb:

  • Sind Ihre Lebensumstände so geordnet, dass Sie in der Lage sind, die nächsten 12 - 15 Jahre den Hund unter artgerechten Bedingungen zu halten?
  • Wollen alle Familienmitglieder einen Hund?
  • Wohin soll der Hund im Urlaub? Sind Sie bereit, die nächsten Jahre, Ihre Urlaubsansprüche auch an den Hund anzupassen?
  • Schaffen Sie es zeitlich und konditionell einen lauffreudigen Hund jeden Tag und bei jedem Wetter etwa 3 Stunden zu bewegen, ihn dabei geistig auszulasten und nicht nur "schnell mal" mit dem Fahrrad müde zu machen?
  • Haben Sie die Nerven, den Jagdtrieb des Hundes mit konsequenter Erziehung kontrollieren zu können - ohne Stachelwürger und ohne Reizstromgerät?
  • Ist die Lage Ihrer Wohnung so hundefreundlich, dass Sie ihm freien Auslauf im Grünen ermöglichen können, ohne ständig erst mit dem Auto fahren zu müssen (und ohne, dass es dann immer in denselben Park gleich um die Ecke geht)?

 Wenn Sie diese Fragen gründlich durchdacht haben und zu dem Ergebnis kamen, dass ein Hund eigentlich nur eine Bereicherung Ihres Lebens darstellen kann, stellt sich die nächste wichtige Frage: Wie finden Sie den passenden Welpen?

Wenn Sie sich für eine bestimmte Rasse entschieden haben, beginnt die Suche nach einem guten Züchter. Dieser sollte dem Dachverband für das Deutsche Hundewesen (VDH) angeschlossen sein, Hunde aus Liebhaberei züchten und nicht sein tägliches Brot damit verdienen müssen. Adressen für die jeweiligen Zuchtverbände und damit wiederum der Züchter Ihrer Traumrasse erhalten Sie beim VDH. Wenn Sie sich nicht gerade für eine in Mode gekommene Rasse entschieden haben, werden Sie höchstwahrscheinlich mit einer gewissen Wartezeit rechnen müssen. Oftmals haben Züchter mit nur 1 oder 2 Hündinnen nicht jedes Jahr einen Wurf. Wenn Sie von den Qualitäten der Elterntiere überzeugt sind (lassen Sie sich hier nicht nur von klangvollen Ausstellungsergebnissen leiten, sondern fragen Sie unbedingt nach dem Gesundheitsverlauf der Elterntiere, ihrer Geschwister und Ahnen) und Ihnen die Aufzuchtsbedingungen zusagen, sollten Sie aber durchaus eine solche Wartezeit in Kauf nehmen.

Bitte ärgern Sie sich nicht, wenn Ihnen der Züchter Löcher in den Bauch fragt und Sie eventuell auch auf Fragen nach Ihrem Lebensstil und -umfeld Rede und Antwort stehen müssen. Es ist immer im Sinne eines seriösen Züchters, für seine Welpen die bestmöglichen Plätze zu finden und dabei auch die herrschende Kampfhundeproblematik mit zu berücksichtigen.

Haben Sie mit Hunden noch wenig Erfahrung, bitten Sie einen Fachmann, Sie bei der Besichtung des Wurfes und Auswahl des Welpen zu begleiten.

Kaufen Sie nie einen kranken Hund aus Mitleid oder wegen der Bemerkung: "dann kommt er halt weg". Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, weil viele Welpeninteressenten zur Auswahl stehen. Aber respektieren Sie es auch, wenn der Züchter zu der Überzeugung kommt, dass Sie vielleicht nicht so gut zu seinen Hunden passen.

  Beachten Sie:

  • Der Welpe soll bei der Übernahme nicht älter als 8 - 10 Wochen sein.
  • Er muss unbedingt auf den Menschen geprägt sein.
  • Er muss entwurmt, dem Alter entsprechend geimpft und tätowiert oder mit einem Chip gekennzeichnet sein.
  • Sein Fell, Mund, Nase, Augen, Ohren und After müssen frei von Verunreinigungen sein.
  • Er sollte alles, was um ihn herum passiert, aufmerksam verfolgen und sich von Ihnen zum Spielen verlocken lassen.
  • Kaufen Sie nie einen Hund ohne Kaufvertrag! (Es ist aber durchaus üblich, dass Ihnen die Ahnentafel Ihres Welpen erst später nachgereicht werden kann, da die Anfertigung beim VDH einige Zeit in Anspruch nimmt.)
[Startseite] [Über mich] [Hundehaltung] [Hundekauf] [Bilder] [Impressum] [Links]